Alexander Arkhangelskys, Maxim Kurnikovs und Tatyana Sorokinas Dokumentarfilm »Famine« beleuchtet die sowiet-russische Hungersnot während der 1920er-Jahre und ergründet die Geschichte einer internationalen Solidarität, die sich Ideologien und Politik widersetzte, um tausenden von Menschen das Leben zu retten. In den frühen 1920er-Jahren brach in den Städten und Dörfern des sowjetischen Russlands, das sich nur wenige Jahre zuvor rasant entwickelt hatte, eine fatale Hungersnot aus. Fehlentscheidungen der Behörden und Ernteausfälle verwandelten weite Gebiete – von der Wolga bis nach Sibirien, vom südlichen Ural bis zum Tien-Shan-Gebirge – in Zonen beispielloser Not. Die Hungersnot der 1920er-Jahre gilt bei den Menschen der betroffenen Gebiete noch bis heute als das verheerendste Schicksal in ihrer Geschichte, während in anderen Gebieten nahezu vollkommene Unwissenheit darüber herrscht. In »Famine« erläutern internationale Expert*innen die Ursachen der Hungersnot und sprechen über das Phänomen der bis dato beispiellosen…