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Екатерина Шульман

Российский политолог, специалист по проблемам законотворчества. Неофициальный канал.

Екатерина Шульман

4 года назад
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My interview (many thanks to Daria Boll-Palievskaya) for the MDR (Mitteldeutscher Rundfunk), public service media channel, part of the ADR network. State of minds as reflected in polls, tactics of survival, atomisation and targeted repressions. Not an uplifting picture, take it for all and all. ДАННОЕ СООБЩЕНИЕ (МАТЕРИАЛ) СОЗДАНО И (ИЛИ) РАСПРОСТРАНЕНО ИНОСТРАННЫМ СРЕДСТВОМ МАССОВОЙ ИНФОРМАЦИИ, ВЫПОЛНЯЮЩИМ ФУНКЦИИ ИНОСТРАННОГО АГЕНТА, И (ИЛИ) РОССИЙСКИМ ЮРИДИЧЕСКИМ ЛИЦОМ, ВЫПОЛНЯЮЩИМ ФУНКЦИИ ИНОСТРАННОГО АГЕНТА www.mdr.de/nachric…100.html "Die Atomisierung (Isolierung des Einzelnen bei geringem Vertrauen in Mitmenschen und gesellschaftliche Institutionen – d. Red.) ist heute in der Tat eines der Hauptmerkmale der russischen Gesellschaft. Sie hat in den letzten 20 Jahren deutlich zugenommen. Die Menschen sagen, dass sie niemandem außer ihrer Familie vertrauen. Gleichzeitig pflegen sie jedoch keine guten Beziehungen zu ihren Verwandten und viele Väter beteiligen sich nicht an der Erziehung ihrer Kinder, wie man an den enormen Unterhaltsschulden sieht. Russland ist keineswegs ein Land der Familientugenden (wie die Propaganda gerne behauptet – d. Red.), sondern ein Land mit extrem hohen Scheidungsraten, häuslicher Gewalt usw. Unter diesen Bedingungen versucht der Staat, das gesamte Vertrauenspotenzial an sich zu reißen.Gleichzeitig ist ein sehr hoher Prozentsatz der Russen der Meinung, dass man vom Staat keine Hilfe erwarten könne und nur auf sich selbst angewiesen ist. Sie glauben nicht, dass sie die Politik ändern können. Man leidet darunter, passt sich an, aber man kann sie nicht beeinflussen. "Du wirst nichts ändern, du machst es für dich nur schlimmer", lautet eine russische Volksweisheit. Andererseits ist es denkbar, dass die patriotische Begeisterung über die Geschehnisse in der Ukraine der Atomisierung der Gesellschaft entgegenwirken könnte. Der vorherige sogenannte Krim-Konsens - das hohe Maß an öffentlicher Zustimmung und Vertrauen in die Regierung, das im Frühjahr 2014 entstand - hielt jedoch weniger als drei Jahre an. Heute erreicht weder die Unterstützung von Putin noch das Vertrauen in ihn das Niveau von 2014. Das einzige "Engagement" von Bürgern, das wir bisher beobachten, sind Denunziationen. Dieselben Menschen, die früher in sozialen Netzwerken Bewertungen schrieben, melden jetzt, dass ihr Nachbar gelbe und blaue Socken auf dem Balkon nebeneinander gehängt hat. Aber auch dabei schließen sich die Menschen nicht zusammen".
Russland: "Heucheln, Gehorsam vortäuschen, unterminieren und ausweichen"

Driftet Russland in den Totalitarismus ab? Werden russische Intetelltuelle gezielt aus Russland vertrieben? Antworten gibt die russische Politikwissenschaftlerin Еkaterina Schulmann.

MDR